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So wählen Sie energieeffiziente Leistungsbaugruppen für BTS aus?

2026-02-03 15:05:24
So wählen Sie energieeffiziente Leistungsbaugruppen für BTS aus?

Grundlagen zu den Anforderungen an Stromversorgungsbausteine für BTS in 5G-Netzen

Warum die Arbeitslasten von Basis-Transceiver-Stationen eine dynamische Leistungseffizienz erfordern

Die Arbeitslast auf 5G-Basisstationen variiert tatsächlich erheblich – von etwa 300 Watt im Leerlauf bis hin zu über 1500 Watt während Spitzenzeiten. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Betriebskosten dieser Stationen sowie auf ihre Umweltbelastung aus. Ältere Netzwerkarchitekturen verteilen ihren Energiebedarf anders als die 5G-Technologie, die stark auf Millimeterwellensignale und große Antennenarrays – sogenannte Massive-MIMO-Systeme – angewiesen ist. Bei diesen neueren Technologien konzentriert sich der größte Teil des Stromverbrauchs auf spezifische Komponenten, die als Hochfrequenzeinheiten (RF-Einheiten) oder kurz als AAUs (Active Antenna Units) bezeichnet werden; diese Bauteile verbrauchen allein deutlich mehr als die Hälfte der gesamten elektrischen Energie pro Standort. Wenn diese Stromversorgungen nicht mit voller Leistung arbeiten, führt dies zudem häufig zu erheblichen Energieverlusten – bis zu 40 % der Energie können verloren gehen, wenn die Systeme nicht optimal betrieben werden. Daher müssen moderne Stromversorgungsmodulen heute ihre Effizienz anhand aktueller Bedingungen dynamisch anpassen, etwa mithilfe eines Echtzeit-Überwachungssystems: Sie sollten während ruhiger Phasen den Energieverbrauch reduzieren, aber stets bereit sein, bei einem unerwarteten Anstieg der Nachfrage nach Netzwerkkapazität sofort auf volle Leistung hochzufahren.

Thermische Einschränkungen und Zuverlässigkeit: Wie die Sperrschichttemperatur die Lebensdauer von Leistungsmodulen beeinflusst

Die Sperrschichttemperatur spielt eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung der Lebensdauer von Leistungsmodulen. Bei Halbleitern halbiert sich die erwartete Lebensdauer mit jeder Erhöhung um 10 Grad Celsius über 100 Grad Celsius. Kompakte 5G-Basisstationen stellen insbesondere für GaN- und SiC-Komponenten besondere Herausforderungen dar, da sie erhebliche thermische Belastung erzeugen. Die Hochfrequenz-Signalverarbeitung in Verbindung mit einer ineffizienten Spannungswandlung führt zu Problemen, insbesondere dann, wenn passive Kühlmethoden an ihre Grenzen stoßen. Diese Situation beschleunigt elektromigratorische Effekte und führt zu einer schnelleren Materialermüdung. Gemäß Feld-Daten weisen Leistungsmodule, die bei Temperaturen über 125 Grad Celsius betrieben werden, jährlich etwa 35 Prozent mehr Ausfälle auf als Module, die innerhalb sicherer Temperaturbereiche betrieben werden. Wenn Unternehmen intelligente thermische Managementstrategien wie verbesserte Kühlkörperkonstruktionen und Zwangsluftkühlsysteme einsetzen, sinken die Temperaturen an den Hotspots im Durchschnitt um rund 22 Grad. Diese Verbesserungen schützen nicht nur die Komponenten, sondern senken zudem den Energiebedarf für die Kühlung jährlich um etwa 18 %. Die Suche nach dem richtigen Gleichgewicht zwischen Leistung und Temperaturkontrolle bleibt entscheidend, um einen zuverlässigen Langzeitbetrieb dieser Systeme ohne übermäßige Wartungskosten sicherzustellen.

Bewertung der Leistungsmodul-Effizienz über reale BTS-Betriebszustände hinweg

Messung dynamischer Leistungsprofile: Leerlauf, Teillast und Volllast unter Verwendung der 3GPP TR 36.814-Benchmarks

Um wirklich zu wissen, ob ein Leistungsmodul gut funktioniert, müssen wir es anhand der drei wichtigsten, von der Branche anerkannten BTS-Betriebszustände testen: im Ruhezustand (Idle), bei mittlerer Last zwischen 40 und 70 % der Nennleistung (Teillast) sowie bei maximaler Auslastung mit voller Nutzerkapazität von 100 % (Spitzenlast). Der Standard 3GPP TR 36.814 liefert uns aussagekräftige Referenzwerte für die Erstellung realistischer 5G-Datenverkehrsszenarien. Und was glauben Sie? Die Unterschiede beim Energieverbrauch zwischen diesen Betriebszuständen können über 60 % betragen – ein durchaus signifikanter Wert. Im Ruhezustand halten effiziente Module zwar die wesentlichen Steuerfunktionen aufrecht, ziehen aber nur geringfügigen Strom, wodurch Energieverschwendung im Stand reduziert wird. Bei Tests unter Teillast wird geprüft, wie gut die Spannungsregelung mit kleineren Leistungsspitzen umgeht, ohne dabei zu hohe Schaltverluste zu verursachen. Bei Spitzenlast stehen thermische Drosselung und Wandlungsprobleme im Fokus, da schlecht konzipierte Module allein im Stand über 300 Watt pro Stunde verschwenden können. Spezielle Hardware-in-the-Loop-Simulationen helfen dabei, die Stabilität bei plötzlichen Änderungen zu überprüfen und Spannungsüberschwingungen zu vermeiden, die die Funkleistung beeinträchtigen würden. Die Durchführung aller dieser verschiedenen Betriebszustände stellt sicher, dass die Module in realen Netzen effizient arbeiten – ein Aspekt, der sich unmittelbar auf die Betriebskosten auswirkt und eine Überhitzung der Geräte verhindert.

Bewertung der Hardware-basierten Stromversorgungsverwaltungsfunktionen in BTS-Stromversorgungsmodulen

Moderne Stromversorgungsmodulen für Basis-Transceiver-Stationen integrieren speziell entwickelte Hardware-Funktionen, um die dynamischen Stromversorgungsanforderungen des 5G-Netzes zu erfüllen – unter ausgewogener Berücksichtigung von Reaktionsgeschwindigkeit, Effizienz und thermischer Belastbarkeit.

Leistungsverhalten im Ruhezustand: Latenz versus Energieeinsparung bei auf Galliumnitrid (GaN) basierenden Stromversorgungsmodulen

Die Galliumnitrid-Technologie ermöglicht ein schnelles Umschalten zwischen aktiven und energiesparsamen Schlafzuständen, wodurch unnötiger Energieverbrauch reduziert wird, wenn Basisstationen gerade keine Signale übertragen. Allerdings gibt es einen Haken: Wenn Systeme in den Tiefschlafmodus wechseln, können sie etwa 70 % Energie einsparen, benötigen jedoch rund 5 bis 8 Millisekunden, um wieder vollständig zu aktivieren. Umgekehrt ermöglicht der Leichtschlaf nahezu sofortige Reaktionszeiten unter einer Millisekunde, führt aber zu geringeren Energieeinsparungen. Diese ständigen Zustandswechsel erhöhen aufgrund der wiederholten Erwärmungs- und Abkühlungszyklen tatsächlich die Betriebstemperatur der Komponenten – was sich langfristig negativ auf die Zuverlässigkeit auswirkt. Netzbetreiber müssen daher die Schlafparameter je nach ihren jeweiligen Prioritäten festlegen: Manche legen möglicherweise größten Wert auf extrem kurze Reaktionszeiten für missionkritische, hochzuverlässige Kommunikationsdienste mit geringer Latenz, während andere, die große Versorgungsgebiete abdecken, wahrscheinlich maximale Energieeinsparung priorisieren – selbst wenn dadurch etwas längere Startzeiten in Kauf genommen werden müssen.

Adaptive Spannungsanpassung und Leistungsreduzierungstechniken für bis zu 22 % Spitzenreduktion

Die dynamische Spannungs- und Frequenzskalierung (Dynamic Voltage-Frequency Scaling, kurz DVFS) funktioniert dadurch, dass sie kontinuierlich die an die Prozessoren gelieferte Leistung entsprechend deren jeweiliger aktuellen Auslastung anpasst. Dieses System berücksichtigt zudem zukünftige Arbeitslasten im Voraus, sodass es ruhige Phasen im Datenverkehr erkennt und die Spannungswerte zu diesen Zeitpunkten sicher senken kann – was insgesamt etwa 12 bis 18 Prozent Energie einspart. Die Kombination mit einer Methode namens „Power Discounting“ verbessert die Effizienz noch weiter. Bei Power Discounting erfolgen mikrosekundenschnelle, minimale Spannungssenkungen in jenen kurzen Momenten, in denen der Prozessor nicht ausgelastet ist. Diese Kombination kann den Spitzenleistungsbedarf in einigen Fällen um bis zu 22 Prozent senken. Für Städte mit dicht gepackten Servern und technischer Infrastruktur sind solche integrierten Effizienzmaßnahmen von großer Bedeutung. Herkömmliche Kühlungslösungen reichen in vielen Situationen mittlerweile nicht mehr aus, da sie entweder zu viel Platz beanspruchen oder sich aufgrund der hohen Installationskosten einfach nicht wirtschaftlich realisieren lassen.

Vergleich energieeffizienter Strategien auf Modulebene für eine nachhaltige BTS-Bereitstellung

Die Aufteilung von Energieeinsparungsansätzen in modulare Komponenten macht Basis-Transceiver-Stationen insgesamt deutlich umweltfreundlicher. Wenn Ingenieure Komponenten wie DC-DC-Wandler, digitale Steuerungen und thermische Managementeinheiten separat betrachten, können sie jede einzelne Komponente gezielt optimieren – etwas, das bei herkömmlichen All-in-One-Systemen nicht möglich ist. Nehmen wir beispielsweise das gestufte Energiemanagement: Lokale Unterkontroller regeln die Effizienz auf Modulebene unter anderem durch Techniken wie die automatische Anpassung der Schlafphasen der Module. Gleichzeitig überwacht ein zentraler Controller die Leistungsverteilung im gesamten System. Laut einigen Feldtests der GSMA aus dem Jahr 2023 reduziert diese Konfiguration den Energieverbrauch während Leerlaufzeiten um rund 19 %. Die thermische Isolierung einzelner Leistungsmodulen verhindert zudem, dass sich Wärme im gesamten Gerät ausbreitet. Dadurch sind weniger leistungsintensive Kühllösungen erforderlich, was die Kühlkosten um etwa 30 % senkt. Ein weiterer großer Vorteil für die langfristige Planung ist die Möglichkeit, Komponenten unabhängig voneinander zu skalieren. Netzwerkbetreiber müssen nicht ganze Systeme austauschen, wenn bestimmte Teile unter hoher Last an ihre Grenzen stoßen; stattdessen können sie lediglich die betroffenen Bereiche – etwa Wechselrichter für Spitzenlasten – gezielt ersetzen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren spart dies pro Standort zwischen 8 und 12 Tonnen elektronischen Abfalls ein. All diese Verbesserungen führen zu langlebigerer Hardware, geringeren CO₂-Emissionen und einer besseren Vorbereitung auf die neuen Energieanforderungen, die mit der Weiterentwicklung der 5G-Technologie einhergehen.