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Wie lässt sich Signalverlust bei Koaxialkabeln reduzieren?

2026-01-30 13:22:12
Wie lässt sich Signalverlust bei Koaxialkabeln reduzieren?

Was verursacht Signalverluste in koaxialen Kabeln?

Dielektrische und leiterbedingte Verluste: Energieverlust im Kabelkern und in der Isolierung

Wenn Signale durch Koaxialkabel laufen, verlieren sie aufgrund grundlegender Energieverlustmechanismen allmählich an Stärke. Der innere Leiter des Kabels verliert tatsächlich einen Teil der Leistung, weil sich Elektronen innerhalb der metallischen Struktur gegenseitig stören. Dieser Effekt verstärkt sich bei höheren Frequenzen, wenn der größte Teil des Stroms nur in der Nähe der äußeren Leiteroberfläche fließt und nicht durch die gesamte Leiterdicke hindurch. Gleichzeitig spielt auch die Kunststoffisolierung zwischen den Leitern eine Rolle: Sie absorbiert einen Teil der durchlaufenden elektromagnetischen Wellen und wandelt diese in Wärme um, statt sie zum Ziel gelangen zu lassen. Diese beiden Probleme zusammen verursachen üblicherweise etwa drei Viertel aller Signalabschwächung in herkömmlichen Kabelanlagen. Daher kann es bei langen Koaxialkabelstrecken gelegentlich zu einer schwächeren Empfangsqualität oder zu Verbindungen geringerer Qualität kommen.

Frequenzabhängige Dämpfung: Warum höhere HF-Frequenzen den Verlust in Koaxialkabeln erhöhen

Der Signalverlust steigt stark an, wenn die Frequenzen höher werden, was auf das Verhalten elektromagnetischer Wellen zurückzuführen ist. Bei Frequenzen oberhalb von 100 MHz nimmt der Signalverlust in RG-6-Kabeln bei jeder Verdopplung der Frequenz um etwa 30 % zu. Dies geschieht hauptsächlich, weil sich die Elektronen stärker an der Oberfläche bewegen (Skin-Effekt) und das Isolationsmaterial stärker auf die sich ändernden elektrischen Felder reagiert. Betrachten wir beispielsweise eine Standardlänge von 100 Fuß RG-6-Kabel: Bei 1 GHz verliert es etwa 6,5 dB Signalstärke, während es bei 50 MHz lediglich etwa 1,2 dB einbüßt. Angesichts dieser Unterschiede wird die Auswahl des richtigen Kabels besonders wichtig bei modernen Hochgeschwindigkeitsnetzwerken wie 5G-Installationen oder DOCSIS-3.1-Internetdiensten, bei denen bereits geringfügige Verluste die Leistung erheblich beeinträchtigen können.

Impedanzanpassung und Reflexionen: Wie der Stehwellenreflexionsfaktor (VSWR) die Signalintegrität in Koaxialkabeln beeinträchtigt

Eine Impedanzdiskrepanz zwischen dem Koaxialkabel (üblicherweise etwa 50 Ohm oder 75 Ohm) und den Komponenten, die an beiden Enden angeschlossen sind, führt zu jenen lästigen Signalreflexionen, die wir alle verabscheuen. Was geschieht danach? Diese reflektierten Signale stören das Hauptsignal, das durchläuft, und erzeugen so stehende Wellenmuster, die Ingenieure mithilfe des sogenannten Spannungs-Stehwellen-Verhältnisses – kurz VSWR (Voltage Standing Wave Ratio) – messen. Sobald dieses Verhältnis etwa 1,5:1 übersteigt, verschlechtern sich die Bedingungen rasch. Die Signalqualität sinkt um rund 3 Dezibel, und die Geräte funktionieren gelegentlich möglicherweise nicht mehr ordnungsgemäß. Warum tritt dies auf? Dafür gibt es mehrere häufige Ursachen: Steckverbinder, die bei der Installation nicht korrekt crimpbar befestigt wurden, Anschlüsse, die im Laufe der Zeit angegriffen oder korrodiert sind, sowie Kabel, die an einer Stelle ihrer Verlegung zu scharf gebogen wurden. Das Schlimmste daran? Diese Reflexionen bleiben nicht einfach stillsitzen – sie verstärken vielmehr die normalen Dämpfungsverluste im Kabel zusätzlich, sodass statt einer vollständigen Leistungsübertragung unter Umständen nur noch etwa 60 % der eigentlich möglichen Leistung übertragen wird, wenn alle Impedanzen korrekt angepasst sind.

Physikalische und Installationsfaktoren, die Dämpfungsverluste bei Koaxialkabeln verstärken

Kabellänge und Dämpfung: Berechnung des Dämpfungsverlusts in dB pro Fuß für gängige Koaxialkabeltypen

Die Signaldämpfung steigt aufgrund des Leitungswiderstands und der Dielektrikumabsorption direkt mit der Kabellänge an. Längere Kabelstrecken verstärken den Energieverlust, wobei HF-Signale in Wärme umgewandelt werden. Beispiel:

  • RG-6 verliert etwa 0,25 dB/Fuß bei 750 MHz
  • LMR-400 weist eine Dämpfung von 0,11 dB/Fuß bei 1 GHz
    Diese exponentielle Beziehung erfordert präzise Berechnungen vor der Installation – konsultieren Sie stets die vom Hersteller bereitgestellten Dämpfungskurven für Ihren Ziel-Frequenzbereich.

Biegen, Quetschen und Beschädigung der Abschirmung: Unsichtbare Bedrohungen für die Leistungsfähigkeit von Koaxialkabeln

Mechanische Belastung während der Installation beeinträchtigt die Leistung auf oft übersehene Weise:

  • Scharfe Biegungen das Unterschreiten des minimalen Biegeradius verändert die Dielektrikumgeometrie und erhöht die Impedanzanpassungsstörung
  • Komprimierte Abschirmung verringert die Störunterdrückung um bis zu 40 %
  • Eingeknickte Leiter erzeugen lokale Reflexionsstellen
    Feuchtigkeitseintritt durch beschädigte Mantelung beschleunigt die Oxidation und erhöht den Leiterwiderstand. Zu den bewährten Praktiken zählen das Einhalten von Biegeradien, die größer als das 10-fache des Kabeldurchmessers sind, sowie das Vermeiden von Verdrehung während der Verlegung.

Bewährte Strategien zur Minimierung von Signalverlusten in Koaxialkabelsystemen

Auswahl eines niederohmigen Koaxialkabels: Kupfer vs. CCA, Schaumstoff- vs. Voll-Dielektrikum sowie Abschirmwirksamkeit

Die Auswahl des richtigen Koaxialkabels hängt letztlich davon ab, den optimalen Kompromiss zwischen elektrischer Leitfähigkeit, Art des verwendeten Dielektrikums und Wirksamkeit der Abschirmung zu finden. Bei den Leitern schneidet massives Kupfer im Vergleich zu aluminiumummanteltem Kupfer (CCA) bei Signalverlusten deutlich besser ab. Die Dämpfung ist hier um rund 20 bis 30 Prozent geringer, da reines Kupfer aufgrund seiner gesamten Struktur einfach eine bessere Leitfähigkeit aufweist. Auch schaumgefüllte Dielektrika machen einen erheblichen Unterschied: Sie können die störenden Kapazitätsverluste im Vergleich zu herkömmlichem, festem Polyethylen um bis zu 40 % reduzieren, da sich Elektronen innerhalb der Isolierung weniger stark „aufschaukeln“ können. Falls elektromagnetische Störungen ein Problem darstellen, sind Vierfach-Abschirmungs-Designs mit mehreren Schichten aus Aluminiumfolie und Geflechtabschirmung die beste Wahl. Sie halten die Signalleckage unter 1 %, wodurch sie praktisch zum Standard bei anspruchsvollen Hochfrequenz-Anwendungen geworden sind. Und vergessen Sie auch nicht die Impedanzstabilität: Hochwertige Kabel weisen über verschiedene Frequenzen hinweg eine Toleranz von nur ±2 Ohm auf – das bedeutet, dass Signale sauber und konsistent bleiben, unabhängig vom jeweiligen Frequenzband.

Präzise Abschluss- und Steckerverbindungsauswahl: Beseitigung von Impedanzdiskontinuitäten und Korrosion in Koaxialkabelverbindungen

Die richtige Auswahl der Steckverbinder verhindert die meisten störenden Impedanzreflexionen, die Messungen des Stehwellenverhältnisses (VSWR) beeinträchtigen. Kompressionssteckverbinder gewährleisten bei fachgerechter Montage eine besonders präzise Passung mit einer Toleranz von etwa einem halben Millimeter – dies trägt entscheidend dazu bei, die wichtige Impedanz von 50 oder 75 Ohm über die gesamte Verbindung aufrechtzuerhalten. Auch die Goldbeschichtung der Kontaktoberflächen ist von großer Bedeutung, da sie Oxidationsprobleme wirksam bekämpft – insbesondere in feuchten Umgebungen, wo der Widerstand laut einigen Studien jährlich um 15 bis 20 Prozent ansteigen kann. Für Installationen unter rauen Bedingungen oder im Freien empfiehlt sich der Einsatz von Edelstahl-Steckverbindern mit IP68-geschützten Dichtungen, da diese das Eindringen von Wasser zuverlässig verhindern – eine häufige Ursache für die lästigen, intermittierenden Ausfälle, die wir alle vermeiden möchten. Bevor ein Projekt abgeschlossen wird, lohnt es sich, die Qualität der Abschlüsse mithilfe von TDR-Messtechnik (Time-Domain Reflectometry) zu überprüfen. Damit lassen sich bereits mikroskopisch kleine Fehler erkennen, die andernfalls nach der endgültigen Inbetriebnahme zu erheblichen Problemen führen könnten.